Was
Piloten über
das Verhältnis
des Auftriebsbeiwertes in Abhängigkeit vom Anstellwinkel bei modernen
Profilen wissen sollten.
von Karel Termaat, übersetzt durch Gero Winkler auf Antrag von
Streckenflug.at
Einfürung / These
Das
Landeverhalten und die Steigleistung in turbulenter Thermik können für Segelflugzeuge
mit modernem, auf Schnellflug ausgelegtem Profil verbessert werden.
Im Endanflug wählt der Pilot einen Punkt auf dem Flugplatz, an
dem er aufsetzen möchhte. Er dient zum Einleiten des kontrollierten Abfangens.
Vor allem bei dichtem Betrieb legt jeder auf eine präcise Landung wert. Um das
zu erreichen, müßen sowohl Geschwindigkeit als auch Sinkrate des Segelflugzeugs
im Endanflug besonders beachtet werden.
vor einigen Jahren, während der ersten Starts mit unserem neuen
Segelflugzeug, entstand zwar keine Probleme, bei der Landung jedoch hob das
Flugzeug mehrfach wieder kurz vom Boden ab. Danach entschloss es sich
endgültig, unten zu bleiben. Ich brauchte längere Zeit, um die Ursache dieses
Verhaltens herauszufinden. Ich stellte fest, dass durch die Veränderung des
Anstellwinkels beim Abfangen eine genaue Steuerung der Sinkgeschwindigkeit
einfach nicht mögich war.
Kurz nach dieser Feststellung startete ich zu einem schönen und
langen überlandflug mit derselben Maschine. Ich kam irgendwie etwas zu spät
zurück und musste statt der kürzesten Strecke direkt zum Platz zum Höhemachen
in ein Gebiet ausweichen, in den sich noch einige kleine Cu-Fetzen bildeten.
Vor dem Erreichen der Wolkenfetzen flog ich durch einen laminaren Aufwind im
Blauen mit etwa 0,5 m/s Steigen. Mit etwas Geduld hätte ich hier die fehlende
Höhe zum Platz erkreisen können. Ich entschied mich jedoch für den Anflug auf
die wenige Kilometer entfernten Fetzen, die mir stärkeres Steigen versprachen.
Zu meiner überraschung konnte ich dort jedoch keinerlei Höhe
gewinnen, obwohl die Luft blubberte und stieg, wie ich an den Wolkenfetzen
erkennen konnte. Ich versuchte es an einer ähnlichen Stelle mit demselben
enttäuschenden Ergebnis. Danach verließ ich dieses vielversprechende Gebiet und
fand ein schwaches Steigen im Blau, das mich nach Hause brachte. Alles in allem
eine ziemlich frustrierende Erfahrung.
Diskussionen mit anderen Segelfliegern über dieses Thema führten
mich zu der Vermutung, daß die Kurve, die aus Anstellwinkel (a) und
Auftriebsbeiwert (Ca) gebildet wird, im Bereich geringer Geschwindigkeiten eine
Anomalie besitzen müsse. Ich fand heraus, dass bei niedrigeren
Geschwindigkeiten der Anstellwinkel des Segelflugzeugs kaum eine
Auswirkung auf die Geschwindigkeit und die Sinkrate hat. Das war auch bei
meinen holperigen Landungen festzustellen. Gleichzeitig fielen mir die
schlechteren Steigleistungen bei niedrigen Geschwindigkeiten in turbulenter
Luft während meines überlandfluges ein.
Aufgrund meiner gewonnenen Erfahrungen und der Vermutung einer
Anomalie in der Anstellwinkel (a) Auftriebsbeiwert-Kurve (Ca
/ a) -
Kurve, die von meinem Sohn geteilt wurde, setzten wir uns mit einem unserer
Freunde, dem bekannten Aerodynamiker Loek Boremanns in Verbindung.
"Ein flacherer Teil in der (Ca
/ a) -
Kurve bei niedrigeren Geschwindigkeiten ist die unvermeidliche Folge, wenn das
Flügelprofil für höhere Geschwindigkeiten optimieret werden soll. Uns ist diese
Besonderheit bereits seit einigen Jahren bekannt", erzählte er uns.
"Ihr Burschen seid die ersten, die sich darüber beklagen". Aufgrund
unseres Anstoßes beschäftigte sich unser Freund noch einmal eingehender mit
diesem Problem. Es gelang ihm, das Profil durch geringe Veränderungen so zu
modifizieren, dass diese Nachteile reduziert werden konnten, ohne Einbußen im
Schnellflug hinnehmen zu müssen.
In der Zwischenzeit entwickelte ich eine eigene Software, um die
Anomalie der Kurve und ihre Auswirkungen besser verstehen zu können. Einige
praktische Ideen bezühlich zu fliegender Geschwindigkeit, Wölbklappenstellung,
Schräglage und Anstellwinkel beim Kreisen in bewegter Luftmasse oder beim
Landen sollten sich daraus entwickeln lassen.
Eine änderung des Flügel-Profils stellte für uns als Piloten
keine wirkliche Alternative dar und da alle modernen Segelflugzeuge mit
Wölbklappen vom gleichen Problem betroffen sind, gibt es zur Zeit keinen
anderen Lösungsansatz.
Die
Ca / α –
Kurve:
Die Auftriebsformel: L = ½.r.V2.S.Ca (1), wird nach der wichtige Ca umgestellt:
Ca
= (G/S) / (½.r.V2
) (2).
L ist
die Auftriebskraft, die das Segelflugzeug trägt und die als Gegenkraft zur
Gewichtskraft G wirkt, S = Flügelfläche, r = Luftdichte, V = horizontale Geschwindigkeit und Ca der Auftriebsbeiwert.
Während der Flug gilt L = G = m .
g . n°
mit m = Massa, g = Gravitation und n° = 1 / cos(Θ)
mit Θ (theta) = Querneigung.
Sofern wir Gewichtskraft, Luftdichte und Flügelfläche als konstant
annehmen, kann der notwendige Auftriebsbeiwert Ca mit Formel (2) für jede
beliebige Geschwindigkeit und für jede Querneigung ziemlich einfach bestimmt
werden. Wir interessieren uns natürlich für die Beziehung zwischen Ca erforderlich
und die dazu gehörige Einstellwinkel a und der Gleit- und Steigleistung des Segelflugzeugs die daraus
resultieren.
Natürlich ist etwas Mathematik erforderlich, um die Leistung
eines Segelflugzeugs besonders unter turbulenten Bedingungen genauer zu
beurteilen. Gemessene Geschwindigkeitspolaren Vd / Vv, die ziemlich
einfach mit einem Spline Funktion in mathematische Form zu bringen sind, sind
z. B. von der Idaflieg zur bekommen.
Da das Verhältnis Auftrieb versus Widerstand Ca / Cw in
der Polare bereits abgebildet ist, spielt dieser Zusammenhang in unserer
Betrachtung mathematisch gesehen keine weitere Rolle. Klar ist jedoch, daß um
ein gutes Verhältnis zwischen Auftrieb und Widerstand zu erhalten, der
Widerstandskoeffizient klein gehalten werden muss. Für moderne Profile und bei
niedrigem Anstellwinkel ist das in der „Laminardelle“ tatsächlich der Fall.
Dort ist der Auftrieb groß genug um der Gewichtskraft entgegenzuwirken,
gleichzeitig ist der Widerstand in diesem Bereich sehr niedrig. In dieser
„Laminardelle“ ist der Luftstrom über den Flügel hauptsächlich laminar, und der
Anstellwinkel klein. Damit ist klar, dass unser Segelflugzeug vornehmlich
in diesem Bereich geflogen werden sollte.
Eine gute Kombination aus Geschwindigkeit, Anstellwinkel und
Wölbklappenstellung
ist hier von großer Bedeutung.
Wie bereits erwähnt, stellt die Kurve Ca /
a die
Beziehung zwischen Auftrieb des Flügels und dessen Anstellwinkel dar.
Normalerweise erwarten wir hier solange eine lineare Beziehung, bis der
Auftrieb bei übergroßem Anstellwinkel zusammenbricht. Das allerdings stimmt bei
den heutigen Profilen im Gegensatz zu denen unserer Vorväter nicht mehr.
Heutige Schnellflugprofile operieren soweit als möglich im Bereich der
Laminardelle. Infolgedessen haben fast alle modernen Profile bei gröseren
Anstellwinkeln einen mehr oder weniger horizontalen Teil (Plateau) in der Ca/ a Kurve. An den Stellen mit großer Flügeltiefe geht die laminare
Strömung in turbulente über, und zwar in der Nähe der Hinterkante des Flügels.
Bei größeren Anstellwinkeln nimmt der lokale Auftriebsbeiwert im vorderen Teil
der Flügel noch mit steigendem Anstellwinkel zu, während in der Nähe der
Hinterkante der dortige Auftrieb bereits zusammenbricht. Daraus folgt, dass der
durchschnittliche Auftrieb bei einer ziemlich großen Anstellwinkeländerung
verhältnismäßig gleich bleibt. Das sind die unten dargestellten Ca / a Kurven für das Profil mit Klappenstellungen FL20° und FL15°
deutlich anzusehen.

Abb. 1: Gemessene Ca
/ a Kurve
mit ausgeprägter Plateau
Die anfängliche Steigung dCa
/da beider
Auftriebskurven beträgt 0,1 pro Grad oder 5,73 pro Radial (5.73/rad). Im
Plateau beträgt sie etwa 0. Jenseits von 7° Anstellwinkel erreicht Ca
ihr Maximum,1,56 für FL15° und 1,63 für FL20° Wölbklappenstellung.
Zur einfacheren Interpretation und zur Erstellung einer
Computerroutine wurden die Graphen der Abb. 1 in Abb. 2 vereinfacht und mit
Anmerkungen versehen.

Abb. 2: Plateaus, beginnend bei etwa 3 Grad Anstellwinkel
Das
Einkreisen bei ruhiger Thermik:
Ein Segelflugzeug mit dem Abfluggewicht von 450kgf, einer
Flügelfläche von 11m2, einer Geschwindigkeit von 108km/h (30m/s) und einer Schräglage
von 40° benötigt folgenden Auftriebskoeffizienten: Ca = (450.9,81 / (1/2.1,135.302.11)) / cos 40° =
1.028. Dem Graphen mit einer Wölbklappenstellung von 15° entnehmen wir, dass
mit einem Anstellwinkel von ungefähr 0,3° geflogen werden muss, damit die
Maschine ganz normal fliegt.
Nehmen wir jetzt den Fall, dass der Pilot mit der maximal
zulässigen Menge an Wasser fliegt. Er kurbelt jetzt mit einem Gewicht von 600
kgf. Für dieselben 108km/h Geschwindigkeit und 40° Querneigung benötigen wir
nun folgenden Auftriebsbeiwert: Ca
= (600/450).1,028 = 1,37.
Vom selben Graphen ausgehend kommen wir jetzt in die Nähe von 4°
Anstellwinkel. Der Arbeitspunkt liegt genau vor dem flachen Teil der Kurve. Die
Geschwindigkeitskontrolle wird schwieriger. Das Segelflugzeug wird beim Drücken
des Knüppels zwar gut Fahrt aufholen, beim Ziehen jedoch nur den Anstellwinkel
verändern. Wenn wir etwas schneller fliegen, liegt a, da in diesem Fall
kleiner werdend, in einem günstigeren Bereich. Bei 115 km/h beträgt a =
2,0°.
Um nicht viel schneller als die ursprünglichen 108km/h fliegen zu müssen, können die Wölbklappen auf 20° gefahren werden, wobei das Plateau sich leider nach niedrige Werte von a verschiebt, wie Abb. 2 deutlich angibt. Vor allem in enger ruhige Thermik bietet sich das an. Da dann jedoch der Widerstand steigt, muss diese Variante im Einzelfall erflogen werden.
Landung:
Stellen wir uns jetzt einen Piloten vor, der sich im Endanflug
kurz vor dem Aufsetzen befindet. Das Flugzeug fliegt ohne Wasser (m = 450kg)
mit den Wölbklappe in Landestellung (20°). Nehme einen normalen Anstellwinkel
bei der Landung von etwa 2,5°an. Er befindet sich laut Graph in Abb. 2 damit
dann direkt am Anfang des Plateaus. Der Auftriebsbeiwert beträgt 1,48. Wenn wir
diesen Betrag in die nach der Geschwindigkeit umgestellten Auftriebsformel V2 =
2.L/(r.S.Ca) einsetzen,
erhalten wir als Ergebnis V2 = 446(m/s)2, also
V = 76 km/h. Beim
Ausrunden kurz vor dem Boden hebt der Pilot die Nase des Segelflugzeugs, um den
Anstellwinkel zu vergrösern und damit die Sinkrate zu verkleinern. Die Knüppelbewegung
verursacht zwar eine Anstellwinkelzunahme, die Auftriebserhöhung jedoch bleibt
aus. Der Auftriebsbeiwert bleibt weiterhin bei 1,48 und das solange, bis sich
der Anstellwinkel von 2,5° auf mehr als 7° erhöht hat. Erst ab diesem Zeitpunkt
steigt der Auftrieb wieder und verringert das Sinken. Normalerweise ist man als
Pilot in dieser Höhe zu vorsichtig, um den Anstellwinkel jetzt noch derart zu
erhöhen. Als Folge davon setzt sich der Flieger vorzeitig hin und wird noch das
eine oder andere Mal beim Ausrollen vom Boden abheben. Diese Art der Landung
ist den meisten Piloten, die moderne Wölbklappenflieger mit geringer Fahrt
landen, bekannt. Man kann das des
öfteren beobachten. Die Lösung ist ein Anflug mit etwas höherer Geschwindigkeit
und die Steuerung der Sinkgeschwindigkeit über die Störklappen. Nach dem
Aufsetzen kann die Radbremse benutzt werden, um die Geschwindigkeit schnell zu
vermindern. Bei einem sehr kurzen Landefeld bleibt jedoch keine andere
Möglichkeit, als den Landeanflug mit geringer Geschwindigkeit und hohem
Anstellwinkel durchzuführen.
Flug
durch Turbulenzen:
Wir stellen und vor, dass sich in turbulenter Luft Luftpakete
gleichmäßig in alle Richtungen bewegen. Als Segelflieger interessieren wir uns hauptsähhlich
für Böen, die das Segelflugzeug von oben und unten treffen, wir wollen sie
positive und negative Böeneffekte auf den Flügel des Segelflugzeugs nennen.
Aufsteigende Böen vergrößern den Anströmwinkel der Luft, während nach unten
gerichtete Böen den Anströmwinkel verkleinern. Die Änderung des Anströmwinkels
entsteht also durch die vertikale Bewegung der Luft.
Beim Gleiten mit einem Anstellwinkel von 0° verändern auf- und
abwärtsgerichtete Böen den Auftrieb in gleichem Masse, wie aus Abb. 2 zu entnehmen
ist. Im Mittel halten sich bei statistisch gleichmäßiger Verteilung der Böen
Auftriebsgewinn und -verlust die Waage. Bei niedriger Flächenbelastung ist
aufgrund erhter
horizontaler Beschleunigung und Anströmwinkelveränderung ein unruhigerer Flug zu
erwarten.
Betrachten wir jetzt ein Segelflugzeug mit einem Anstellwinkel
von 4°und einer Klappenstellung von 15°. Sein Auftriebsbeiwert nach Abb. 2
beträgt Ca=1,40. Wir befinden uns am Beginn des Plateaus des Graphen für
15° Wölbklappenstellung. Hier haben aufwärts gerichtete Böen und damit eine
Anströmwinkelerhöhung keine Auswirkung auf den Auftrieb, sofern sie 6° oder
weniger betragen. Der Auftrieb bleibt konstant.
Wenn uns bei einer Geschwindigkeit von 108km/h (30m/s) eine
aufwärts gerichtete Böe mit 1,5 m/s trifft, vergrößert sie unseren
Anströmwinkel um arctan (1,5/30) = 2,9°. Der Winkel vergrößert sich von 4,0°auf
6,9°. Er befindet sich damit innerhalb des Plateaus des Graphen. Der
Auftriebsbeiwert bleibt bei Ca = 1,4.
Bei abwärts gerichteten Böen verringert sich der Anströmwinkel
um die gleichen 2,9° auf 1,1°, der Auftriebsbeiwert sinkt hier auf Ca=1,11. Ca bewegt sich zwischen
1,40 (für aufwärts gerichtete Böen) und 1,11 (für abwärts gerichtete Böen). Im
Durchschnitt beträgt Ca=1,25. Er liegt damit um 10 % niedriger als die erforderlichen
1,40 die zur Erzeugung des notwendigen Auftriebs benötigt werden. Das
Segelflugzeug vollführt eine dynamischen Abwärtsbewegung, solange Turbulenzen
da sind. Nicht das, was wir wirklich wollen.
Um die Abwärtsbewegung zu vermeiden, könnte man versuchen, mit
einem Anstellwinkeln kurz hinter dem Plateau zu fliegen (a > 7,5°). Dabei vergrößern aufwärts gerichtete Böen den
Auftrieb, abwärts gerichtete verkleinern ihn jedoch nicht. Im Durchschnitt
müssten wir also steigen, genau das was wir eigentlich wollen. Da sich durch
den hohen Anstellwinkel jedoch der Widerstand und damit das Sinken erhöht, wird
der erwartete Vorteil vermutlich zu großen Teilen zunichte gemacht werden. In
Anbetracht der Polare eines modernen Profils bei niedrigen Geschwindigkeiten
ist diese Vorstellung jedoch auch nicht undenkbar. Einige Piloten scheinen
diese Methode erfolgreich anzuwenden. Im Weiteren werden wir darauf noch näher
eingehen.
Die
Geschwindigkeitspolare:
Obwohl die gemessene Geschwindigkeitspolare bei niedrigen
Fluggeschwindigkeiten etwas ungenau ist, ist sie allemal gut genug um als
Grundlage einer Analyse zu dienen. Zumal dann, wenn Geschwindigkeiten oberhalb
von 76 km/h bei m=410kg für den Geradeausflug betrachtet werden. Hier zeigt die
Polare keine begrenzte Anomalien. Unterhalb von 76km/h unterstellen wir, dass
die Polare ungenau ist.

Abb. 3: Typische Geschwindigkeitspolare eines modernen
Segelflugzeugs
bei einer Wölbklappenstellung von 20°, in diesem Bereich auch
etwa gültig für FL15°.
Ein
Computerroutine:
Um einen besseren überblick über die Steig- und Sinkrate in
turbulenten Bedingungen zu erhalten, habe ich eine Computerroutine in QB4.5
geschrieben, einer einfachen Computersprache um mathematische Formeln zu
verarbeiten.
Der erste Teil der Routine ist eine Aussenschleife. Diese
Schleife ist ziemlich genau und beschreibt die vertikale Geschwindigkeit als
Differenz zwischen der thermischen Vertikalgeschwindigkeit und dem polaren
Sinken in ruhiger Luft. Gewählt wurden 300 Punkte für Kreisgeschwindigkeiten
aus dem gültigen Geschwindigkeitsbereich. Ich verwendete ein
Thermikmodell mit einer parabolischen Form Vth
=a + b. R + c . R2, mit
dVth / dR=0 im Zentrum (flacher Verlauf) und Vth(R0) =Vth(0)/3 (im Radius
R0 beträgt die Steiggeschwindigkeit ein Drittel der des Zentrums). Sowohl R0
als auch Vth(0) werden durch den Benutzer der Routine eingegeben.
Um die Sinkgeschwindigkeit Vd bei der entsprechenden horizontalen Geschwindigkeiten Vv zu berechnen,
wurde die gemessene geschwindigkeitspolare für die Klappenstellung 15° und 20°
über eine kubische Spline-Funktion angepasst. Dazu wurden passende Punkte
gewählt
und die zweite Ableitung der Funktion in diesen Punkten
gebildet. Das ist ein üblicher und eleganter Weg, mathematische Kurven mit
einem nicht geradlinigen Verlauf anzupassen. Die Geschwindigkeitspolare die für
die Klappenstellung 20° ist in Abb. 3 dargestellt.
Die vertikale Geschwindigkeit Vd
wird für den Kreisflug über
folgenden Lastfielfachen korrigiert:
Vdc =
Vd . nc , mit nc = (m/mo . 1/(cosΘ)3 ) ½ .
Vdc gilt also für die Massen m und Querneigung
Theta (θ) während des
Kreisfluges. m, m0 und θ werden im Rahmen der
Berechnung im Routine eingesetzt. Der
Kreisradius wird über R = Vv2 / (g.
tan(Θ))ermittelt.
Mit den Formeln für das thermische Modell und der polare
Sinkgeschwindigkeit kann das durchschnittliche Steigen als Funktion der
Fluggeschwindigkeit über die Formel V(th-pol)
=Vth
(R) +Vd
(pol) berechnet werden. V(th-pol) = Resultierende
Geschwindigkeit in der Thermik während des Kreisens Vth (R) =
Horizontalgeschwindigkeit während des Kreisens Vd
(pol) =
Vertikalgeschwindigkeit während des Kreisens.
Um die Gesamtwirkung von Turbulenzen auf die vertikale
Geschwindigkeit zu bestimmen, müssen die passenden Gleichungen entwickelt
werden. In der Routine werden diese Gleichungen in einer sich wiederholenden
inneren Schleife berechnet, die 3000 Zeitintervalle im Abstand von 0,01s haben.
Aus der Ca / a -Kurve
lassen sich die Anströmwinkel für jede der 300 Geschwindigkeiten die im outer
Loop betrachteten werde, berechnen. Die Punkte Ca
/ a
der erflogenen Polare werden zur Berechnung
im Formalismus durch die Punkte der idealisierten Kurve der Abbildung 2
ersetzt. Normalerweise liegt das Plateau dieser Kurve im Mittelteil der a-Werten. Wir
können zeigen, das dieser flache Bereich für einen Flug in turbulenter
aufsteigender Luft ziemlich ungeeignet ist. Ausserdem wird gezeigt, dass ein
geringerer Anstellwinkel die negativen Einflüsse der Turbulenz in schwachem
Steigen wesentlich reduzieren kann. Ein negativer Anstellwinkel in diesem
Gebiet ist im Hinblick auf den Höhenverlust eine Katastrophe. Ideal ist ein
Anstellwinkel mit a =
0°.
Der inner Loop, der hier die Wirkung von vertikalen Böen für ein
Punkt-Modell berechnet, sieht (unvollständig) aus wie folgt:
Alfawp = Alfa0 ' Anfangswert von Alfa
am Arbeitspunkt
Ts = 1: dt =.01 ' Setze Intervall der
Sinus-Welle vertikaler Böen
' und setze Zeitintervalle (sec)
For I = 1 bis 3000 ' Schleife mit
der Zeitspanne 3000*dt sec.
Vg (I) = Vgmax * SIN (2 * Pi * t / Ts) ' vertikale Geschwindigkeit des
' Windstößes (courtesey LB, TUDelft)
dAlfa = (Vg(I) – Vs(I)) / Vv ' Änderung des Anstellwinkels durch
vertikale Böen
Alfa = Alfawp + dAlfa ' gegenwärtiger Arbeitspunkt in
der Ca /α - Kurve
dCa/dAlfa = dCa/dAlfa1 ' Steigung vor dem Plateau (Alfa <2.5dgr).
IF Alfa> Alfa2.5 THAN dCa/dAlfa = dCa/dAlfa2 'auf dem Plateau
IF Alfa>
Alfa7.0 THAN dCa/dAlfa = dCa/dAlfa3
' überhalb des Plateaus (Alfa> 7.0dgr.)
dCa = dAlfa * dCa/dAlfa ' Änderung des
Auftriebskoeffizienten Ca
dL = dCa * L0 / Ca0 ' Änderung des Steigens wegen dCa-änderung
Vs(I + 1) = Vs(I) + dL * dt / m ' vertikale Geschwindigkeit (2tes. Gesetz
Newtons)
Alfawp = Alfa0 + Vs(I + 1) / Vv0
' neuer Anströmwinkel (dynamischer Term)
H = H + Vs(I + 1) * dt ' Wirkung der Turbulenzen auf der
Höhe
t = t + dt ' nächstes
Zeitintervall
NEXT I ' nächster
Iterationßchritt
Vs_gusts = H / t * cos
(theta) ' vertikale
Geschwindigkeit des Segelflugzeugs
' aufgrund vertikaler
Böen
Vs_total = Vs_gusts + Vs (th-pol) ' Gesamtsteigrate für jeden der 300 Vv-Werte
Die Definition der Turbulenzen ist in Form von Sinus-Wellen mit
der maximalen Amplitude Vgmax und einer Zeitkonstante Ts = 1s.
Mit dt = 0,01s sind 100 Wiederholungen erforderlich um eine
vollständige Sinus-Welle zu betrachten. Mit I = 1 bis 3000 wird die Wirkung von
30-Sinus-Wellen auf die Steigwerte für jede der zu fliegenden Geschwindigkeiten
Vv betrachtet. Um den störenden Einfluss von Böen auf die Form der
Sinuswellen zu simulieren, kann ihre Zufälligkeit über Vgmaxrnd=2 RND.Vgmax,
in dem Interval [0, 1] simuliert werden (oben nicht gezeigt).
Ein weitere wichtige Sache ist die Anwendung des 2-en Newtonschen Gesetzes, um den vertikalen Geschwindigkeitsbestandteil des Segelflugzeugs zu ermitteln. Das 2-te Gesetz F = m.a, fliesst mit VS (I+1) nach jedem Zeitintervall dt ein, wie oben gezeigt.
Ergebnisse
der Berechnungen:
Die Ergebnisse des inner Loops sind ausführlich untersucht worden.
In praktischer Hinsicht sind sie für den Piloten, der das Steigen des
Segelflugzeugs über Geschwindigkeit, Schräglage und Wölbklappenstellung während
des Fluges optimiert, nicht von großer Interesse. Aus Gründen der
Vollständigkeit zeigt Abbildung 4 die Entwicklung der vertikalen
Geschwindigkeit VS (t) des Segelflugzeugs für die ersten Turbulenzen Vg (t). Ziemlich deutlich
negativ, kann man wohl sagen.
Der Einfachheit halber haben die Turbulenzen in Abb. 4 für
Berechnung und Interpretation die Form von Sinus-Wellen mit zufälligen
Amplitude. Kompliziertere Formen sind natürlich wahrscheinlicher, große
Unterschiede zu den zufälligen Sinuswellen sind jedoch nicht zu erwarten.

Abb. 4: Die Entwicklung des Sinkens VS(t) durch als Sinuswellen
beschriebene
Turbulenzen Vg (t)
mit variabler Amplitude.
Das mittlere Sinken über einen längeren Zeitraum beträgt -0.59
m/s bei einer Horizontalgeschwindigkeit von Vv=100km/h
Die Ergebnisse der Berechnung der vertikalen Geschwindigkeit
wurden in tabellarischer und in grafischer Form ermittelt, aber in diesem
Vortrag nur grafisch vorgestellt.

Abb. 5: Steigen in ruhiger Thermik (bestes Steigen bei Vvc=100km/h)
Auf der horizontale Achse des Diagramms in Abb. 5 ist die
Fluggeschwindigkeit aufgetragen. Die Böengeschwindigkeit ist in diesem Fall
0. Abb. 5 zeigt die Änderung des
Anstellwinkels α (rote Linie), während die Geschwindigkeit des Segelflugzeugs und
die Steiggeschwindigkeit auf der vertikale Achse.
Die schwarze Linie für Vs_total
zeigt bei gleichbleibender
Thermikstärke und Verteilung, das Steigen des Segelflugzeuges in Abhängigkeit
von seiner Geschwindigkeit. Das Maximum beträgt 1.80 m/s bei einer
Kreisgeschwindigkeit von 100km/h. Der flache Bereich in der Ca / a -Kurve der
Abb. 2 ist hier deutlich als Sprung in der Alfa0
-Kurve zu erkennen. Bei ungefähr 98
km/h springt Alfa0
von 4,0° auf die erwarteten 7,5°.
Man erkennt hier, dass die Geschwindigkeit die das beste Steigen
bei vorgegebener Querneigung bringt, im normalen Bereich liegt, denn kreisen
mit einer Geschwindigkeit um 100km/h ist o.k. Natürlich hängt die
Geschwindigkeit stark von der Art der Thermik ab. Enger Thermik erfordert einen
höheren Wert der Kurbelgeschwindigkeit.
In der nächsten Abbildung wurden Turbulenzen in die Berechnung
mit einbezogen. In diesem Fall beträgt das Gesamtsteigen Vs_total=Vs(th-pol) + Vs_gusts. Für Geschwindigkeiten oberhalb von
115km/h haben die zur Berechnung angesetzten Turbulenzen keine Auswirkung, da
der durchschnittliche Anströmwinkel Alfa0 weit unterhab
von 4,0° liegt, dort wo das Plateau der Ca / a -Kurve beginnt. Positive und negative
Böen gleichen sich hier aus. Bei
Geschwindigkeiten unterhalb von 115 km/h führen aufwärts gerichtete Böen immer
weiter in den flachen Teil dieser Kurve. Dort kommt es zu keiner weiteren
Zunahme des Steigens. Abwärts gerichtete Böen hingegen fließen gänzlich in eine
Verminderung des Auftriebs ein, da sie im linearen Bereich der Auftriebskurve,
die hier eine Steigung von 5,73/rad besitzt, liegen.
Die Vs_gust Kurve (in blau) der Abb. 6 zeigt diese Auswirkung deutlich. Das
gute Gesamtsteigen von 1.80m/s bei 100km/h ohne Turbulenzen in Abb. 5 schrumpft
ziemlich drastisch auf 1,15 m/s zusammen. Der beste Ausweg ist hier, etwas schneller
zu fliegen. In diesem Fall kann bei einer Geschwindigkeit von 115 km/h eine
Steigrate von 1,40 m/s erreicht werden.
Die schlechteste Steigrate ergibt sich bei Vv=100km/h, bei der die
positiven Böen keinerlei Beiträge zum Steigen liefern. Alle negative Böen
hingegen verursachen einen Auftriebsverlust. Das liegt an den schlechten
Randbedingungen der Auftriebskurve. Der Punkt liegt bei
einem Anströmwinkel von 4° gerade am Beginn des Plateaus der Ca / a -Kurve.
Man kann versuchen, ein wenig langsamer als 100km/h zu fliegen
und damit gerade hinter dem Bereich des Plateaus der Kurve. Abb. 6 zeigt, dass
diese Möglichkeit einen netten Beitrag zum Gesamtsteigen liefern kann. Einige
Piloten sch einen dieses Verfahren erfolgreich anzuwenden, jedoch wird die
Steuerbarkeit des Segelflugzeugs dabei ziemlich herabgesetzt, zudem kann der
schlecht zu kontrollierende hohe Anstellwinkel diese Vorteile teilweise oder
völlig zunichte machen.

Abbildung 6: Verringertes Steigen in turbulenter Thermik
Ein besseres Beispiel finden wir in der Abb. 7 unten. Hier wurde
der Radius der Thermik auf nur noch 90 m reduziert, während Stärke und Böegkeit
die gleichen sind wie in Abb. 6. Sie sind typisch für sich bildende Thermik in
Bodennähe. Trotz der ziemlich hohen Vertikalgeschwindigkeiten ist die Steigrate
enttäuschend. Man kann versuchen, mit einer Geschwindigkeit von ungefähr Vvc = 96km/h mit der
grösten Wölbklappenstellung zum Kreisen, also mit einem Anstellwinkel á >
8° zu fliegen. Damit liegt man ausserhalb des Plateaus der Ca / a -Kurve.
In der Praxis ist das allerdings schwierig, wie wir bereits festgestellt haben.

Abb. 7: Reduzierte Steigrate
in enger Thermik (von 0,9m/s auf 0.3m/s)
Ein "Plateau" mit positiver Steigung:
Bisher sind wir in der Ca
/ a -Kurve von
einem horizontalen Plateau für 4,0° < a < 7,5° bei einer Wölbklappenstellung von 15° ausgegangen. Es stellt
sich die Frage, ob es möglich wäre, dem Plateau in der Kurve eine leichte
Steigung zu geben. Das würde vermutlich zu einer besseren Steigleistung bei
turbulenter Thermik führen.
In Abb. 8 sind die Plateaus durch Gradienten mit einer positiven
Steigung von 1,50/rad ersetzt worden.

Abb. 8: Ca / a -Kurve mit Gradient dCa / da = +1,50/rad im Bereich der Plateaus
Abb. 9 zeigt, dass der Einfluss vertikaler Böen auf die
resultierende Steiggeschwindigkeit bei dCa
/ da =
+1,50/rad wesentlich geringer ist als im Fall der Abb. 6. Wenn wir die
Einflüsse der Turbulenz auf die durchschnittliche Steiggeschwindigkeit in Abb.
7 und Abb. 9 vergleichen, vermute ich, dass ein Profil mit einem Anstieg des
Plateaus von 1,50/rad um ca. 20% besser steigt, als eins mit ausgeprägtem
Plateau in der Ca / a -Kurve.
Nach Abb. 9 ergibt sich das beste Steigen von ca. 0,70 m/s bei
98km/h. Das Ergebnis liegt um 30% über dem, das in Abb. 7 für den identischen
Fall, aber mit einem flachen Plateau in der Kurve dargestellt ist.

Abbildung 9: Ergebnisse mit dCa / da = +1,50/rad
Ein
"Plateau" mit negativer Steigung:
Ein interessantes Ergebnis entsteht bei der Annahme einer
negativen Steigung des Plateaus in der Ca
/ a -Kurve.
Dieser könnte wie die in Abb. 10 aussehen.

Abb. 10: Ca / a -Kurve mit dCa / da = -1,0/rad
Die Kurve der Abb. 10 sieht ein wenig sonderbar aus, kann aber
in der Praxis vorgefunden werden.

Abb. 11: Ergebnisse mit dCa
/ da =
-1,0/rad
Abbildung 11 zeigt, dass bei einem negativen Anstieg des
Plateaubereichs das Steigen bei turbulenter Thermik stark zurückgeht, ein
klarer Konstruktionsfehler bei einem Profilentwurf. Bei der Fokussierung ausschließlich
auf einen geringen Widerstandsbeiwert Cw
zur Verringerung des polaren
Sinkens beim Kreisen und Gleiten kann das unter Umständen jedoch passieren.
Kein
"Plateau" in der Ca / a -Kurve:
Nehmen wir jetzt einmal an, dass in der Ca / a -Kurve kein Plateau vorhanden ist und sie mit einer
gleichmäßigen Steigung von 5,73/rad vom tiefsten bis zum höchsten Punkt 1,58
(bei 15°Klappenstellung) oder 1,62 (bei 20° Klappenstellung) durchläuft.
In Abb. 12 ist
dieser Fall dargestellt. Der maximale
Auftrieb Ca für 15° Wölbklappenstellung wird bei einem Anströmwinkel von a = 5,5° angenommen. Der Rest der Kurve sei flach. Ein Flügel mit
aktiver Absaugung auf großen Teilen der Oberseite hinter der dicksten Stelle
des Profils in Ströungsrichtung würde vermutlich eine Kurve wie
in Abb. 12 erzeugen.

Abb. 12: Kein Plateau, statt dessen ein gerader Anstieg von dCa/da = 5,73/rad über den gesamten Verlauf
Bei gleichen Bedingungen wie in Abb. 6, jetzt aber mit der Ca / a -Kurve der Abb. 12 bei
Wölbklappenstellung 15° wurde der Rechenlauf des Computers
erneut gestartet. Das Ergebnis ist in Abb. 13 dargestellt.
Wir sehen, dass geringere Geschwindigkeiten als die des besten
Steigens bei 115 km/h wie in Abb. 6 angegeben, zu einer weiteren Zunahmen des
Steigens führen. Nämlich durch bessere Nutzbarkeit der Thermik aufgrund
kleinerer Kreise und niedrigerer Geschwindigkeiten.
Ein Profil mit der Ca
/ a -Kurve
der Abb. 12 wäre unter den hier betrachteten Umständen eine ernsthafte Option.
Eine Verbesserung des Steigens um etwa 30 % in einem größeren
Geschwindigkeitsbereich (Abb. 13 gegen Abb. 6) würde sich meiner Meinung nach
tatsächlich lohnend.

Abbildung 13: Ergebnisse mit dCa/da =
5,73 statt mit dCa/da = 0 wie in Abb. 6
Zusammenfassung:
- Optimierung der Flügelprofile für Segelflugzeugen im höheren
Geschwindigkeitsbereich führten zu einem verhältnismäßig flachen Teilstück im
unteren Geschwindigkeitsbereich der Ca
/a -Kurve.
- Aufgrund praktischer Erfahrung könnten Landeverhalten und Steigwerte
in turbulenter Thermik besser sein.
- Diese Untersuchung zeigt, dass die durch die Auswirkungen des
flachen Teilstücks entstehenden Nachteile durch den Piloten weit ausgeglichen
werden können, indem er immer mit geringem Anstellwinkel fliegt. Es empfiehlt
sich ein Anstellwinkel von weniger als 3°, denn hier beginnt bei positiver
Wölbklappenstellung der problematische flache Bereich der Ca / a -Kurve.
- Die zum Ausschweben oder zum optimalen Steigen in turbulenter Thermik gewählten Geschwindigkeiten sollten höher sein als die, die ein Pilot normalerweise wählen würde.
- Diese Studie zeigt, dass eine geringfügige Modifizierung der Ca / a -Kurve in ihrem flachen Bereich die Steigleistung eines
Segelflugzeugs wesentlich verbessern kann. Eine bessere Kontrolle der Sinkrate
während der Landung und eine Zunahme des durchschnittlichen Steigens
in turbulenter Thermik von ungefähr 20 % kann dadurch erreicht
werden. Von Loek Boermans habe ich verstanden, dass mittels geringer
Modifizierung des Flügelprofils diese Verbesserungen zu erzielen sind, ohne
sich negativ auf die Schnellflugeigenschaften auszuwirken.
Danksagung:
Ich bedanke mich bei meinen Freunden für die anregenden
Diskussionen über das Plateau in der Ca
/ a -Kurve moderner Segelflugzeuge. Besonders bedanke ich mich bei
meinem Sohn Ronald und Loek Boermans, die beide durch ihre speziellen
Erfahrungen wesentliche Unterstützung zur Erstellung dieser Arbeit lieferten.
Der eine in praktischer, der andere in theoretischer Hinsicht.
Natürlich halfen mir auch die Bisher studierte Bücher und
Artikeln von John Anderson, Helmut Reichmann, Fred Thomas und Loek Boermans,
sowie viele im Internet gefundene Artikel, die in mancherlei Hinsicht anregend
waren.
ir. K.P. Termaat, Arnhem
am 27/10/08