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Durch!.. zu den Kameraden! Die
Entsatzoffensive des LVII. Panzer-Korps auf Stalingrad 12.12.1942 -
24.12.1942
Der Entsatzoffensive auf
Stalingrad. Ein Buch was berichtet im Vorfeld von Stalingrad über
der Einsatz der 6., 17. und 23. Panzer-Division, sowie verschiedene
Rumänische Verbände um den Ring um Stalingrad zu durchbrechen.
Was vielen nicht wissen, von Veteranen erzählt.
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"Sie
kommen!........... Sie kommen!" Das war der Ruf der im Stalingrader
Kessel eingeschlossenen Soldaten der 6. Armee und ihrer
verbündeten Kameraden - Hoffnung auf Befreiung und Rettung vor
Vernichtung und Gefangennahme durch die Rote Armee.
Die deutschen Soldaten, die in Stalingrad eingedrungen waren, die Meter
um Meter sich durch Stadtteile, Industrieanlagen und durch Berge von
Schutt und Geröll bis an und zur Wolga durchgekämpft hatten,
wurden am 22. November 1942 durch überlegene sowjetische Armeen
von den eigenen Verbänden abgeschnitten.
Jetzt hatten sie nach allen Seiten ihre Stellungen zu verteidigen,
mußten halten, ausharren und den Erfolg der eingeleiteten
Entsatzoffensive abwarten. Das Gefühl, eingeschlossen zu sein, die
ständig wachsende Gefahr einer totalen Vernichtung vor Augen, die
täglich immer deutlicher empfunden wurde, ließ die Blicke
fordernd nach Westen richten, woher die Kameraden zur Befreiung aus
dieser katastrophalen Lage angetreten waren.
Die Rettung der 6. Armee war von der obersten Führung versprochen
worden. Warum sollte dieses Versprechen nicht eingehalten werden? Nein,
hier im Kessel glaubte wohl jeder, daß der Tag kommen würde,
an dem die Kameraden der angreifenden deutschen Divisionen den
Eingeschlossenen die Hände reichen und sie aus dieser
bedrückenden Lage befreien würden.
Oft wird im Nachhinein darüber diskutiert und gestritten, warum
denn die eingekesselte 6. Armee und die verbündeten Truppen einen
Ausbruch nicht gewagt und den sich annähernden eigenen
Kräften aus dem Kessel heraus entgegengestoßen seien. Wer
die sich zuspitzende Lage im Kessel kannte, wer über die
verbliebene Kampfkraft der ausgebluteten Verbände wußte, wer
die in Kellern und unterirdischen Gewölben hausenden Tausende von
Verwundeten gesehen hatte, der konnte sich vorstellen, wie so ein
"Ausbruch" aussehen würde. Die Verantwortung war riesengroß.
Sie trugen die, die durch ihre Planungen, Befehle und durch ihr Handeln
eine solche Lage herbeigeführt hatten. Und da hörten die
Eingeschlossenen Gefechtslärm im Westen, da sahen sie bei
Dunkelheit das Aufblitzen der feuernden Geschütze und Kanonen! Ein
"Wetterleuchten", das Gutes verhieß.
"Sie kommen! Sie schlagen eine Gasse, sie schaffen einen Korridor -
endlich werden wir versorgt mit Munition, Betriebstoff und Verpflegung.
Dann können wir uns auch wieder selber helfen!" Das war die
Parole, das gab Auftrieb und stärkte den Durchhaltewillen der
Eingeschlossenen.
Joachim Stempel, damals Lt. und Kp.Fhr. II./Pz. Gren. Rgt. 103 der 14.
Panzer-Division.
Copyright: J. Wijers / J. Stempel 2007
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